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Bericht zur Jahreshauptversammlung 2012

28.04.2012

Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Gellep-Stratum 1975 e.V. am 19. April 2012

Die Themen: Zementwerk, Internetanbindung, Vereinsregularien

Rund 40 Besucher interessierten sich für die im Rahmen der Jahreshauptversammlung angebotenen Vorträge.

Drei Themen waren am 19.04. vorgesehen: Die Regularien des Vereins, ein Vortrag zum Thema DSL im Ortsteil und Stand des Genehmigungsverfahrens zum Zementwerk im Hafen. Zum Kassenbericht, Geschäftsbericht, wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Wahl eines neuen Kassenprüfers (H. Lenz) erfolgte einstimmig durch die Versammlung.

Zum Thema DSL referierte Hans-Willi Baumanns, (Projekt  mehr  Breitband  von  der deutschen Telekom). Nach Betrachtung des Netzausbaues im Ort ist die Erweiterung sehr aufwendig. Es müssten ca. 7 Verteilerpunkte ausgewechselt und viele Kilometer Glasfaserkabel neu verlegt werden. Ein Kostenangebot wird von Herrn Baumanns erstellt. Zuständig für die Finanzierung ist mit großen Anteilen die Kommune/Stadt Krefeld. Der Anschub der Forderung an die Stadt müsste dann z.B. vom Bürgerverein erfolgen. Zur Zeit ist keine befriedigende Lösung in Sicht. Wir bleiben aber dran. Auch alle Rats- und Bezirksvertreter sind hier gefragt.

Zum Thema Zementwerk referierte Rebecca Eckelboom (NABU) aus langjähriger Erfahrung und mit Fachwissen.

Die erste Stufe, nach Befürchtung des Bürgervereins eine Anlage zum Brechen, Mahlen und Klassieren von natürlichem und künstlichem Gestein, wurde von der Stadt Krefeld bereits 2006 genehmigt, sei ein Einstieg.

Die Genehmigung zur Errichtung einer Anlage zur Herstellung von Zementklinker (ein Zwischenprodukt bei der Zementherstellung) wurde bei der Bezirksregierung beantragt. Die Entscheidung der Bezirksregierung hängt u. a. vom Einvernehmen mit der Stadt Krefeld ab. Sollte das Einvernehmen nicht erfolgen, kann die Bezirksregierung auch anordnen.

Eine Verhinderung der Anlage ist evtl. nur mit massiver, aktiver Unterstützung durch die Bevölkerung zu erreichen. Die Luft- und Lärmbelastungen der Umgebung würden auf jeden Fall ansteigen. Das läuft auch den Bemühungen zum Luftreinhalteplan entgegen. Die Anlage soll mit sogenannten Reststoffen (ähnlich Müllverbrennungsanlage) befeuert werden. Die Sandberge gegenüber, an der Abbiegung nach Nierst, sind Zuschlagsstoffe, die benötigt werden. Die Anlieferung soll per Bahn, die Auslieferung der Produkte überwiegend auf dem Wasserweg erfolgen.

Wir sind aufgerufen, massiv gegen die Baugenehmigung vorzugehen. Das Engagement der Gellep-Stratumer Bevölkerung zur Erhaltung der Lebens- und Gesundheitsqualität ist gefordert.

Das Protokoll der Jahreshauptversammlung finden Sie im Bereich "Dokumente & mehr":

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